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Frage 1
Beim Einbau von Stanzwerkzeugen
empfiehlt BRUDERER, erst das Werkzeug-Unterteil und nachfolgend das
Werkzeug-Oberteil zu spannen, resp. an den Aufspannplatten festzuschrauben.
Warum ist das so, ist eine umgekehrte Spannfolge (erst oben und dann unten)
nachteilig? |
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Antwort
Ja.
Eine umgekehrte Spannfolge ist nachteilig. Die
Position des Werkzeuges muss vom Unterteil her
definiert, resp. gegeben werden, da der Stössel
oberhalb der Bandlaufebene leicht kippen kann. Um
Verspannungen in den Führungen des Werkzeugs oder
der Maschine zu vermeiden, empfehlen wir dringend,
so vorzugehen.
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Frage 2
Welchen Zweck erfüllt eigentlich
die Lüftung eines Bandvorschubs? Kann nicht ohne diese Bandlüftung gestanzt
werden? |
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Antwort
Die
Bandlüftung beugt einer fehlerhaften Massabweichung
vor, so dass sich die Massabweichungen von Hub zu
Hub nicht kumulieren können. Dabei wird durch die
Freigabe des Bandes jedes Mal eine genaue
Positionierung des Materials mit dem Fangstift
ermöglicht, so dass die Massabweichung bei jedem Hub
gegen Null korrigiert wird.
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Frage 3
Wie oft sollte das Öl vom
Schmierkreislauf eines BSTA 50E gewechselt werden? Ist es zwingend, beim
Ölwechsel auch die Ölfilter zu ersetzen? |
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Antwort
Siehe Betriebsanleitung, Kapitel Wartungsintervalle.
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Frage 4
Unsere Stanzwerkzeuge bleiben
oft für längere Zeit (3-4 Wochen) auf den Stanzautomaten. Beim Ausbau der
Werkzeuge stellen wir immer wieder eine Art Korrosion auf den
Werkzeug-Aufspannplatten wie auch auf den Unter- und Oberseiten der
Stanzwerkzeuge fest. Was ist die Ursache hierfür? Gibt es ein spezielles Mittel
(z.B. Spray), um eine solche Korrosion zu verhindern? |
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Antwort
Die
Ursache für die Korrosion auf den Aufspannflächen
ist ein Gleiten zwischen Werkzeug und Aufspannplatte
unter hoher Last. Um dem vorzubeugen, ist eine
möglichst starke, flächendeckende Spannung des
Werkzeugs zu empfehlen. Dabei ist es auch von
Vorteil eine möglichst starkes Werkzeugunterteil
gegenüber einem schwächeren Werkzeugoberteil
einzuspannen (nur so stark wie nötig), damit sich
das Werkzeugoberteil dem Stössel biegemässig so gut
wie möglich anpassen kann.
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Frage 5
Zu Beginn der Frühschicht müssen
wir das Stanzband andauernd neu zentrieren, resp. die Position vom Stanzstreifen
im Werkzeug neu suchen. Wir arbeiten in zwei Schichten, die Stanzmaschinen
werden über Nacht (Stössel im OT) ausgeschaltet. Somit ist ein Halten vom
Stanzband durch den Bandvorschub nicht mehr gegeben. Gibt es Probleme für
Werkzeug und/oder Maschine, wenn wir die Stanzmaschinen über Nacht in
geschlossenem Zustand (im UT) belassen? So könnte das zeitraubende Zentrieren
frühmorgens ja umgangen werden. |
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Antwort
Nein
– grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden,
sofern das Werkzeug es zulässt.
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Frage 6
Wie genau und nach welcher
Referenz (z.B. nach der oberen Aufspannplatte) sollten Stanzwerkzeuge
ausgerichtet werden? Auf was ist zu achten? |
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Antwort
Die
Ausrichtgenauigkeit wird durch den Stanzprozess
bestimmt. Referenz für die Ausrichtung von
Stanzwerkzeugen ist in jedem Fall die Bandlaufebene
und die Bandlaufrichtung. Zu achten ist auf die
Reihenfolge des Werkzeugunterteils und des
Werkzeugoberteils (siehe Frage 1).
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Frage 7
Wir haben einige Stanzmaschinen
mit manueller Hubverstellung. Beim Hubwechsel ist es schon vorgekommen, dass der
Hub „verloren“ ging. Das erneute Suchen und Auffinden vom alten Hub benötigt oft
viel Geduld und Zeit. Gibt es einen Trick, um verlorene Hübe zu finden? |
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Antwort
Wenn
ein Hub verloren gegangen ist, sollte man die Welle
in die nächstmögliche Arretierung einrasten, dann
den Hub von Hand durch drehen und gleichzeitig
nachmessen. Schon weiss man wieder, bei welchem
Hubmass man sich befindet.
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Frage 8
Unser Betrieb produziert mit
einigen BRUDERER Stanzautomaten der Baureihen BSTA 25 und BSTA 500 u.a.
hochpräzise elektrische Kontakte für die Automobilindustrie. Diese
Folgeverbund-Stanzwerkzeuge beinhalten Prägestationen, beispielsweise für den
Crimp- und Isolationsbereich. Die jeweiligen Stanzwerkzeuge optimieren wir im
Einrichten bei niedriger Hubzahl (250 Hub/Minute), anschliessend werden die
Maschinen auf die Betriebshubzahl von 850 Hub/Minute beschleunigt. Messen wir
wiederum die Prägungen der gestanzten Teile aus, so sind diese nun um einige
hundertstel Millimeter tiefer als zuvor im Einrichten. Das bedeutet, wir müssen
die Stösselhöhe bei Betriebshubzahl jeweils um die 0.10 mm nach oben
korrigieren. Was sind die Gründe für diese Veränderung? Können unsere
Stanzautomaten mit einer automatischen Korrektur der Stösselhöhe nachgerüstet
werden? |
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Antwort
Der
Grund für diese Veränderung ist, dass die
Beschleunigung im geschilderten Fall zwischen
Anstanzen und Betriebshubzahl auf das 12-fache
steigt. Entsprechend bewirken die durch die
Beschleunigung entstehenden, veränderten
Fliehkräfte, dass der untere Totpunkt nach unten
gezogen wird. Um dem entgegen zu wirken, gibt es
z.B. bei der BSTA 500 - Serie eine
Stösselverstellung während des Laufs der Maschine.
Bei älteren Maschinen ist eine Nachrüstung dieser
flexiblen Stösselverstellung nicht möglich. Für
genauere Informationen kontaktieren Sie uns bitte.
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Frage 9
Unsere Werkzeuge sind mit
gefederten Niederhalteplatten und Zentrierstiften ausgerüstet. Trotz exakt
eingestellter Vorschublänge kommt es vor, dass das Lochbild vom Trägerstreifen
eine leicht ovale Form aufweist. Auch sind diese Zentrierlöcher einseitig oft
leicht grathaltig, obwohl der Lochstempel und die Lochbüchse frisch geschliffen
wurden. Woran kann das liegen, arbeitet der Vorschub nicht präzise? |
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Antwort
Erfolgt die Bandlüftung vom Vorschub zu spät, kann
das Bandmaterial nicht präzise zentriert werden. Da
die Ausrichtung des Materials im Werkzeug aber
trotzdem erfolgt, sucht sich der Fangstift beim
Schliessen des Werkzeugs einen anderen Weg und
stanzt entsprechend seiner konischen Form ein neues
Loch oder verformt zumindest das Bestehende.
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Frage 10
Als Zulieferanten der
Automobilindustrie produzieren wir u.a. Steckkontakte für die ABS-Systeme. Das
Bandmaterial (CuZn) ist im Kontaktbereich selektiv vergoldet. Immer wieder
stellen wir während dem Stanzprozess fest, dass sich im Vorschub (BBV 202) eine
Art Abrieb vom Gold bildet, welcher sich dann teilweise an der oberen
Vorschubwalze festsetzt. Das Resultat sind Bandmarkierungen bis hin zu
Fehlstanzungen. Wir haben schon alles Mögliche probiert – Reduktion der
Anpresskraft auf ein Minimum, polieren der Vorschubwalzen, usw. – ohne
bemerkenswerten Erfolg. Gibt es ein Rezept, um diesen Materialabrieb zu
vermeiden? |
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Antwort
Um
Materialabrieb zu vermeiden, empfiehlt es sich
zunächst, Vorschubwalzen mit verschiedenen
Beschichtungen auszuprobieren. Sollte der Abrieb
dadurch nicht reduziert werden können, empfiehlt es
sich in diesem Fall, einen BRUDERER- Zangenvorschub
anstatt des regulären BRUDERER- Walzenvorschubes BBV
zu verwenden. Der Abrieb kann auch reduziert, bzw.
vermieden werden, indem die Oberfläche vom Stanzband
bereits vor dem Vorschub leicht beölt wird. Vor
allem bei der Verwendung von Aluminiumbändern kann
damit ein Erfolg erzielt werden.
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